Archiv für März 2008

verkaufen und fair kaufen

Sonntag, 30. März 2008

jeder verkäufer ist mitunter auch jeden tag ein käufer, ein konsument, der dinge und dienstleistungen kauft. dieser wechsel fällt oft relativ schwer. ich ertappe mich immer wieder, dass ich verhaltensmuster am mir selbst merke, die ich ansonsten bei meinen kunden nicht ausstehen kann oder einfach nur lächerlich finde. die bewusste beobachtung der eigenen handlung – zumindest im nachhinein – ist eben keine leichte aufgabe und bedarf der übung. ich halte sie jedoch für einen der wichtigsten faktoren zur weiterentwicklung des verkaufstalents und der persönlichkeit (viel mehr als irgendwelche rhetorikseminare und NLP). witzig ist nur: ich denke, im verkäuferischen bin ich in dem punkt recht weit, als konsument dagegen oft ein greenhorn.

eines will ich nämlich heute aussprechen: es gibt sie, die unausstehlichen, schrecklich anstrengenden, unguten und unverschämten kunden, die energiesauger und zeitdiebe, die einen nur ausquetschen wollen, die einen persönlichen triumph für ihr angeschlagenes ego ziehen wollen, indem sie einen verkäufer erniedrigen oder zur sau machen. letztendlich geht es meistens darum, dass der notwendige respekt (hernady, das hattest du schon einmal, ist dir das wirklich so wichtig??) für eine ausbalancierte beziehung nicht erbracht wird.

ein jeder verkäufer scheitert, der es nicht versteht, den kunden zu respektieren. aber herrgott nocheinmal, auch unser kunde sollte uns ein mindestmaß an respekt entgegenbringen, sonst werden wir uns wieder schwer tun, oder? nicht zuletzt ist das eine große kunst des verkaufens, auch solche, sehr schwierige kunden mittelfristig dafür zu gewinnen, sich auf eine menschliche beziehungsebene mit dem verkäufer einzulassen. hat man das einmal geschafft, ist der respekt auch automatisch da (ich würde sagen , ohne respekt keine beziehungsebene, und das gilt für beide richtungen). aber bei den besonderen härtefällen, also den echten ars……., sollte wir auch nicht zögern, unsere gesunde würde (menschlich und beruflich) zu verteidigen und die herrschaften entsprechend abzufertigen. als biblisches beispiel fällt mir dazu immer der unendlich geduldige und friedvolle jesus christus ein, der die jüdischen händler aus der kirche peitschte – auch ihm war es erlaubt zu sagen: jetzt reicht´s! und noch ein sehr wichtiges detail: sein chef hat es verstanden!

ich wünsche uns allen einerseits, wenige echte härtefälle, anderseits aber auch vorgesetzte, die soviel einfühlsamkeit besitzen, dass ihnen das gesunde selbstbewusstsein eines guten verkäufers mehr wert ist, als ein nicht zustande gekommenes geschäft.

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verkaufswettbewerbe, ja aber richtig

Sonntag, 30. März 2008

verkaufswettbewerbe können die mitarbeiter im vertrieb zu höchstleistungen anstacheln. doch nur wenn sie richtig gestaltet werden, bringen sie den nötigen umsatzschub.

folgende tipps sollten dabei beachtet werden:

  1. alle verkäufer mobilisieren: wenn zehn prozent der verkäufer ihren umsatz um 20 prozent steigern, ist es zwar sehr viel für die einzelnen personen, aber für das unternehmen ist das nicht optimal. die große masse muss motiviert werden. wenn alle mehr verkaufen, rechnet sich ein wettbewerb für das auslobende unternehmen viel besser.

  2. mehr effizienz durch controlling während der gesamten laufzeit
  3. verkäufer bei der ehre packen …
  4. die auswahl der incentives - gute incentives zahlen sich aus.
  5. nur nicht nachlassen – die verkäufer permanent bei der stange halten. ein incentive ist mit einem langen, anstrengenden marsch zu vergleichen. die „truppe” braucht unterwegs betreuung und auch abwechslung.
  6. wo der bär tanzt und der papst boxt – für action sorgen! wie ein theaterstück braucht auch der wettbewerb eine dramaturgie, die spannung erzeugt und das publikum begeistert.
  7. storys machen wettbewerbe – auf die verpackung kommt´s an. der wettbewerb braucht einen eigenständigen auftritt.
  8. denken beim schenken – so kommen die prämien an.
  9. drum prüfe, wer sich ewig bindet – den richtigen partner finden. bei der auswahl der incentives muss der richtige partner gefunden werden, das macht sich bezahlt.

quelle: acquisa

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der, der ich bin……

Freitag, 28. März 2008

das ist eines meiner lieblingszitate: “der, der ich bin, grüsst sehnsüchtig den, der ich sein möchte…” es ist von sören kirkegaard, das wird den meisten was sagen (ok ich bin jetzt auch kein philosophie prof.). auf jeden fall finde ich den spruch einfach genial, weil er die zerrissenheit vieler menschen auf den punkt bringt. und auch die emotionalität, dieses wunschverhalten, das mit dem wort “sehnsüchtig” zum ausdruck kommt.

wir hatten gestern wieder eine vorstellungsrunde mit sehr-sehr hochkarätigen leuten für eine österreichweite leitungsposition. unter den 4 personen war einer, dem ich im vorfeld ein sehr großes verkäuferisches talent zugesprochen habe, perfektes auftreten, klare und deutliche ausdrucksweise, selbstbewusst im umgang, sehr-sehr gut vorbereitet. so war er auch gestern, jedes wort hat gesessen, bis auf einzelne ausrutscher war die körpersprache beherrscht (denn in den momenten, auf die es ankommt kann KEINER unbewusste handlungen bewusst kontrollieren, das erzählen nur unsere NLP Freunde) und alles wie aus dem bilderbuch.

dennoch war die performance nicht erstgereiht. warum? die antwort steht im titel: er hat den, der er sein möchte vielleicht zu sehnsüchtig gegrüsst, er wollte 120% gut sein, ihm haben seine eigenen 100% nicht gereicht. das geht zu lasten der authentizität. er war zwar eine perfekt programmierte verkaufsperson, aber die verkaufsPERSÖNLICHKEIT hat darunter gelitten. und wie schon immer wieder gesagt: es ist meine überzeugung, dass nicht die programmierten verkaufspersonen erfolgreich sind, sondern die verkaufspersönlichkeiten.

be yourself! einfacher geht´s nicht, und man kommt garantiert immer weiter, als wenn man situativ mehr sein will.

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die olympischen kondome

Mittwoch, 26. März 2008

mit ambush-marketing werden auch heuer wieder viele unternehmen auf dem EURO-trittbrett mitfahren, ohne den fußball-event direkt zu sponsern. einige beispiele aus der vergangenheit gefällig?

 

fußball-wm 2006 in deutschland: vor dem semifinale in stuttgart wurden rund ums stadion mehr als 10.000 verkehrstafeln und pappschilder mit dem puma-logo versehen. puma hatte auch den gesamten fuhrpark der velotaxi gmbH in berlin mit seinem logo ausgestattet und damit die FIFA-bannmeile durchbrochen. der offizielle wm-sponsor adidas knirschte mit den zähnen.

 

beim vom toyota gesponserten new york marathon 1997 schrieben flugzeuge “mercedes” in den himmel.

 

bei den olympischen winterspielen in lillehammer 1994 legte sich american express mit dem offiziellen sponsor visa an. american express inserierte in vielen norwegischen zeitungen folgenden slogan: “if you are travelling to norway this winter, you will need a passport, but you don´t need a visa”. 66 prozent der befragten besucher hielten american express für einen olympia sponsor.

 

benetton nutzte die olympischen spiele 1992 in barcelona für eine breitangelegte plakat-kampagne, bei der verschiedenfarbige kondome in form der olympischen ringe das stadtbild von barcelona beherrschten.

 

ich bin schon sehr neugierig, was sich “spezialisten” wie nike, puma oder benetton für die heurige euro ausdenken?

Quelle: der standard

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verkaufen in notsituation

Dienstag, 25. März 2008

verkaufen in notsituation: damit meine ich nicht, dass man was verkauft weil man das geld unbedingt benötigt (klassischer dorotheum fall) oder dass man was verkauft, weil einem der chef schon so auf die pelle rückt, dass man sich vorkommt als wäre man in einer notsituation. nein, ich meine damit das umlängst geführte gespräch mit einem jungen und sehr sympathischen herren, der aus einem bereich kam, wo man das täglich tut: er verkauft gehhilfen, orthopädische einrichtungen für bettlägerige und allerlei medizinisches zeug für leute die das fürs tägliche “menschsein” brauchen.

zuerst dachte ich mir, ok, das ist dann auch wieder eher verteilen als wirkliches verkaufen, denn letztendlich liefert man da etwas, was diese leute in der aktuellen situation einfach dringend brauchen. dann sprachen wir miteinander, und es kam heraus, es ist ganz anders. er sagte mir, genau aus dieser notsituation heraus reagieren diese leute ungemein feinfühlig, es ist keineswegs so, dass man da alles mögliche auftischen kann und dann den preis dazusagt ohne rücksicht auf verluste. im gegenteil, mann muss ganz-ganz langsam und sehr vorsichtig agieren und darf ja nicht “abschlussstark” sein, denn dann ist die sache sofort futsch. zwar ist es mit dem notwendigen zuhören leicht, von den kunden zu erfahren, wo sie hilfe benötigen (und in diesen fällen handelt es sich um echte hilfe, nicht nur kommerzielle ersatzbefriedigung), jedoch kann es auch sehr gefährlich für den verkäufer selbst sein, da man eine gesunde distanz aufrecht erhalten muss (>> also doch nicht zu sehr hineinfühlen). ansonsten werden bald die batterien leer und man weiß gar nicht warum.

wieder was gelernt also. verkaufen ist so vielschichtig, wie auch die zielgruppen sind, mit denen man zu tun hat. verkaufen in notsituation ist also eine echte herausforderung, nur für emotional sehr gefestigte profis. alles andere geht schief.

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verkäufer aus aller welt

Montag, 24. März 2008

verkaufer.jpg Stumme Verkäufer Verkäufer Indien Strandverkäufer

flohmarkverkaufer.jpg businessman.jpg businessman2.jpg marktverkauferinnen.jpg

Fotos:Flikr

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kaltakquise

Montag, 24. März 2008

keine andere form der kundenakquise wurde und wird so häufig diskutiert, gelobt oder verteufelt wie die “kaltakquise” als methode der terminvereinbarung und des verkaufens.
im heutigen beitrag möchten wir euch einige argumente liefern, warum wir von der “kaltakquise” nichts halten:

  1. die kaltakquise ist überholt!  die erfolge mögen einmal wirklich unübertroffen gewesen sein. in zeiten, wo kunden dankbar für jede information zu neuen produkten und dienstleistungen waren. leider sind sie das heute nicht mehr.

  2. hat ein topverkäufer überhaupt genügend zeit, soviele kaltanrufe zu tätigen um seine ziele zu ereichen? wie viele aufträge braucht er für seine zielerreichung? wie viele angebote braucht er für einen auftrag? wie viel termine braucht er für ein passendes angebot bei einem kaufwilligen interessenten? wie viele kalte anrufe braucht er für einen termin? — du wirst keinen topverkäufer finden, der seine ziele durch kaltakquise erreicht! —mit kaltakquisition hat er gar keine zeit, seine ziele zu erfüllen.

  3. die besten aufträge werden nicht durch kaltakquisition generiert.

  4. kaltakquisition zerstört dich und deine kunden! es gibt keinen passenden moment für kaltakquisition. sie stört und zerstört jegliche basis erfolgreicher partnerschaften.

  5. kaltakquisition vernichtet unwiderruflich deinen status als gleichwertigen geschäftspartner!
    du bettelst um gehör und vermittelst den eindruck, nichts besseres zu tun zu haben. wichtige leute haben das aber gerade nicht nötig! sie verschwenden keine zeit und beschäftigen sich ausschließlich mit erfolgsversprechendem.

  6. kaltakquisition macht überhaupt keine spass! sei mal ganz ehrlich – ist es nicht so. wie soll ein verkäufer erfolgreich etwas tun – nämlich am telefon oder an der tür verkaufen – was ihm keinen spaß macht? richtig gute verkäufer hassen kaltakquisition. dadurch führt es sehr schnell zu einem burnout syndrom!

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