Archiv für April 2008

ehrlichkeit, keine tugend von verkäufern….

Montag, 28. April 2008

einmal hat mir ein kollege aus dem after sales in einer sitzung gesagt, “die verkäufer biegen sich sowieso wie nasse fetzen…”. ich habe dann müssen das eine oder andere weniger freundliche wort an ihn richten, die beziehungsebene war langfristig gestört und auch nie mehr wieder hergestellt worden.

wenn ich mit verkäufern und verkäuferinnen spreche und die frage stelle, was denn einem wichtig im verkaufsjob ist, kommt überraschend oft und ganz intuitiv das wort ehrlichkeit. hingegen ist die übliche meinung des freien publikums bezüglich verkäufer ja eher schlecht, verkäufer sind unehrlich, lügen dass die balken sich biegen, erzählen einem das weiße vom himmel, ziehen einen über den tisch. das ist ein interessanter gegensatz hier.

was könnte der grund sein? abgesehen davon, dass es ja wirklich schwarze schafe gibt, im verkauf wie in allen anderen berufen, ob wir ärzte, anwälte, polizisten, lehrer oder überhaupt politiker als beispiel nehmen (wobei für letzte gruppe denke ich die wichtigeste eigenschaft es ist, eben gar nichts zu sagen). wenn wir unsere aufgabenstellung selbst kritisch betrachten, sind wir ja immer wieder in situationen, wo wir aus den besten absichten eben auf 110% gehen, statt bei 100% stehen zu bleiben. verdammt, der braten ist ja zum riechen nah, da muss man ein wenig mehr gas geben, als unbedingt erlaubt. ich behaupte, dass der richtig gute verkäufer eben auf diese magische 110% grenze geht, allerdings dann auch nicht darüber hinaus, denn dann wird man früher oder später unglaubwürdig, eben ein schwarzes schaf.

ich habe noch kein gespräch mit einer verkaufsperson geführt, die nicht gesagt hätte, er/sie wolle keine langfristige beziehung zum kunden aufbauen. das geht natürlich nur mit ehrlichkeit, firmen die ihr eigenes verkaufspersonal mit druck in unehrliche verhaltensweisen hineinzwingen, werden eine übernatürliche fluktuation als lohn haben. aber die 100% grenze (oder noch besser: die buchhalterische 80% grenze) des machbaren ist für gute leute noch eine nummer zu klein. wenn sie richtig gut sind, werden sie in den meisten fällen die fehlenden 10% durch die entwicklungsabteilung-disposition-backoffice jagen. und der kunde ist zu 110% zufrieden.

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im capperi!

Montag, 21. April 2008

in der grazer schmiedgasse gibt es die möglichkeit einer kurzen (zeit)reise. im lokal capperi! beamt man sich nach italien, am ehesten südlich der bologna linie. das ist gut für aufgeregte nerven, und mitunter auch für die geschmacksnerven (schwere empfehlung für alle, die einmal nach graz kommen! www.capperi-graz.com).

im capperi habe ich ein hochwertiges magazin über gastronomie gelesen. einige seiten handelten über das thema “frühstück”. einige wirte, cafetiers und hoteliers haben gemeint, beim frühstück lässt sich kein geld mehr verdienen, die ansprüche der gäste sind sehr hoch, die zutaten teuer, die konkurrenz hart und die preistreiberei verrückt. grundsätzlich sind das ja punkte, die einige von uns verkäufern für die jeweils eigene branche auch sagen könnten.

der redakteur befragte dann einen sehr erfolgreichen hotelfachmann und seine (hotelfach)frau. er sagte, er liebt das frühstück selbst und betreibe es in seinem hotel mit großer mühe und aufmerksamkeit. es ist eben ein anderes gefühl, wenn der gast beim zubereiten seines caffé latte zuschauen kann, statt nur auf einen knopf zu drücken, vielleicht fragt er noch was über die kaffeesorte und die röstung. die blumige antwort ist dann schon wie der erste schluck. das brot ist ausschließlich von regionalen guten bäckern, die butter eine unverfälschte bauernbutter, nutella und andere scheußlichkeiten gibt es nur im entlegensten teil des tisches – für die besonders hartnäckigen. bei ihm ist das frühstück ein einträgliches geschäft, kaum ein gast verzichtet darauf, im gegenteil, sie kommen gerade wegen des frühstücks wieder dorthin.

schon interessant, oder? man sagt, die einstellung ist die halbe sache. ich denke, es ist die ganze!

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berlusconi´s geheimnis?

Freitag, 18. April 2008

viele schütteln den kopf ob des wahlsieges von silvio berlusconi in italien, mich eingeschlossen. denn egal wie sehr ich dieses land liebe, es ist völlig unverständlich, dass so ein kerl für die dortigen verhältnisse so haushoch gewinnen kann. in österreich oder deutschland wäre so ein konterfei und so eine vergangenheit ein unüberbrückbares hindernis zum erfolg bei den massen (zumindest wenn ich die heutigen verhältnisse anschaue).

ein satz ist mir aber aufgefallen in all den medienberichten, die zumeist desaströs für die person berlusconis ausfallen. in wirklichkeit ist es eine unerhörte überheblichkeit, aber dieser mann sagt tatsächlich, sinngemäß ” wenn ihn die italiener bitten” - Innen hat er sicher nicht gesagt, der macho - ”dann tut er sich das noch einmal an”.  und da klingt für mich eine gewisse einstellung durch, die mitunter auch in verkäuferischen situationen von vorteil sein kann.

viele kollegen machen den fehler, als bittsteller irgendwo aufzutreten. die innere einstellung des stärkeren ist hingegen in vielen situationen bereits die halbe miete, denn wo die mentale stärke ist, dort wird am ende der verhandlung wahrscheinlich der sieg zu verzeichnen sein. ein gesundes selbstbewusstsein und die wertschätzung der eigenen dienstleitung unabhängig ob das auch unser gegenüber tut, ist also als eintrittskarte in eine verhandlung goldes wert.

übertreiben kann man das natürlich auch, und das tut unser silvio jenseits der karawanken ganz bestimmt. aber vielleicht war seine überheblichkeit ein baustein in seinem wahlsieg. während die anderen gehofft haben, das wahlvolk wird ihnen einen gefallen tun, war sich silvio sicher, dass er selbst diesen gefallen dem land tun würde. unerhört, aber offenbar erfolgreich.

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“überzeugungsarbeit”

Donnerstag, 17. April 2008

im april wurde in den vereinigten staaten zum fünften mal die jährliche “verkaufsstudie” der amerikanischen unternehmensberatungsfirma miller heiman präsentiert. die studie zeigt unter anderem, dass in vielen unternehmen beim verkaufsprozess mehr als 20 personen von einem produkt überzeugt werden müssen, bis es zur kaufentscheidung kommt. rund die hälfte der studienteilnehmer muss bei jedem verkauf zwischen vier und fünf Personen von ihrem produkt überzeugen. bei 25 prozent der befragten waren es sogar zwischen sechs bis zehn personen. drei prozent der unternehmen gab an, mit mehr als 20 entscheidern zu sprechen. im vergleich zur letztjährigen studie stellen diese zahlen einen 16-prozentigen anstieg bei den am kauf beteiligten entscheidern dar.

was lernen wir daraus: richtig gute verkäufer müssen über eine sehr starke überzeugungskraft verfügen. am besten gelingt das dann, wenn der verkäufer keine angelernten techniken herunterspult, sondern natürlich authentisch wirkt. da sind wir wieder bei unserem hauptthema: dafür braucht man aber auch die natürlich gabe “verkaufen zu können”.

studie_millerheiman_2008.gif

so viele personen müssen während eines verkaufsprozesses auf kundenseite überzeugt werden

quelle: miller heiman

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demnächst mit hormontests?

Dienstag, 15. April 2008

laut einer US amerikanische studie ist bei börsianern ein zusammenhang herzustellen zwischen dem erfolg und dem hormospiegel, genau genommen dem testosteron spiegel. ein erhöhter testosteron wert soll für besseren geschäftserfolg verantwortlich sein, zumindest bei börsenhändlern. das haben die wissenschafter also statistisch erheben können.

wie sagte churchill, man sollte keiner statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat, oder so ähnlich. ich meine, testosteron ist ein männliches hormon, eines das “aufstachelt”, ermuntert und kämpferisch macht, es ist auch ein sexualhormon. aber ein erfolgshormon?

da stellt sich für mich auch die frage, inwieweit sich action auf der börse mit anderen verkaufssituationen vergleichen lassen. die börse ist ein marktplatz wo tempo, mutige und schnelle entscheidungen, teilweise waghalsige manöver das schnelle geld bringen. und auch das große, denn auf der börse ist es oft ein wimpernschlag, um millionär zu werden, und wiederum oft eine kurze sekunde, und man ist wieder auf dem boden realität oder sogar “unterhalb”. wer lauter schreit und sich an ort und stelle auch mit seinen ellbogen besser behaupten kann, hat am ende des tages gewonnen. durchaus männlich, würde ich sagen, oder?

in den meisten anderen verkaufszweigen ist das stete, langfristige arbeiten mit dem kunden der weg zum erfolg. ziel ist es nicht das ultraschnelle ultragroße, sondern das sicherere aber langsamere geld zu machen, aber das mit kompetenz und substanz. das vertrauen des kunden zu gewinnen steht im vordergrund. ein gewisses jagdgefühl ist in allen verkaufssituationen nicht von nachteil, zu viel wird aber sicher zu lasten einer eher persönlichen bindung zum kunden gehen.

wir werden also auch künftig keine hormontests machen, nein, wir werden diese schwerst menschlichen prozesse, wie das verkaufen eben ist, nicht auf bestimmte statistische auswertungen aus amerika reduzieren.

 

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einkauf vs. verkauf

Montag, 14. April 2008

das ist nach wie vor ein sehr interessantes thema. umlängst hatte ich das glück, mit einer sehr interessanten und erfahrenen persönlichkeit zu diskutieren. er war in den letzten jahren im verkauf, doch davor hat er eine entspr. leitungsposition im einkauf inne gehabt. er kenn also beide seiten aus eigener erfahrung, wer könnte darüber besser berichten als er.

der herr will die kommenden jahre eindeutig im vertrieb bleiben, alleine das sagt ja schon bände, oder? seiner meinung nach ist der verkauf doch wesentlich emotionaler, man erlebt weit mehr erfolge und ist viel mehr eingebunden in das kundengeschehen als im einkauf. selbst wenn es auch im einkauf zunehmend mehr leistungsanreize gibt, wird man doch nie so sehr mit dem unternehmeserfolg in zusammenhang gebracht als im verkauf. ich denke, das ist auch richtig so, denn die schlummernden potentiale im einkauf können nie so riesig sein, wie das potential am markt in der vermarktung ist. nachdem unser kaffee gekommen ist, hat er mich auch darauf hingewiesen, dass man kreativ und eigenständig, also auch initiativ nur im verkauf tätig sein kann (und das soll, bitte, keineswegs eine wertung sein, es ist eine feststellung einer person, die beide seiten kennegelernt hat).

für mich hat eine sache allerdings gefehlt: natürlich sind alle punkte richtig, die er aus seiner erfahrung gebracht hat. mir ist allerdings der “energierucksack” ein wichtiges thema. als verkäufer muss ich in JEDEN termin mit einem rucksack voller energie gehen, denn diese energie brauche ich um mein gegenüber zu begeistern, zu überreden, zu beeindrucken, was immer. diese energie muss ich ihm oder ihr eben dort lassen, denn sonst war mein besuch umsonst. der einkäufer kann diesen rucksack gerne entgegennehmen, jedenfalls kann er/sie sich zurücklehnen und sich begeistern lassen, beeindrucken lassen uä.

im klartext: verkäufer brauchen die weit besseren batterien, sie müssen sich an die immaginäre steckdose stecken können, während sie im auto von einem termin zum nächsten fahren und telefonate erledigen. sie müssen sich wieder aufladen können, selbst wenn der vorhergehende termin komplett daneben ging und der gesprächspartner ein “energiesauger” und ein “zeitdieb” war (2 meiner lieblingswörter, als inoffizielle kundenklassifikation…).

verkauf – der schönere und härtere job also.

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begeisterung messen

Freitag, 11. April 2008

spark-x-_logo.jpgmitarbeiter sind heute die stärkste kraft für erfolgreiche unternehmen. doch selbst zufriedene mitarbeiter sind noch kein garant für den erfolg. mitarbeiter ohne freude an der leistung und ohne emotionale verbundenheit zum unternehmen verhindern echte spitzenleistungen – und bremsen so den erfolg des unternehmens.

mit spark-X werden leistungshemmende und leistungssteigernde faktoren in unternehmen aufgespürt. schnell und in echtzeit. und nicht nur zu einem isolierten zeitpunkt, sondern auch im zeitablauf. der messung der weichen erfolgsfaktoren liegt jahrzehntelange psychologische forschung zugrunde. damit ist die sicherheit einer validen messung gegeben.

spark-X ist eine internetbasierte lösung zur messung von emotionaler verbundheit (commitment) und stimmung. die monatliche Messung von commitment dauert weniger als drei minuten, die wöchentliche messung von stimmung erfolgt noch schneller. die ergebnisse werden sofort ausgewertet. in echtzeit sieht man im management-cockpit, wie hoch der begeisterungsfaktor im team aktuell ist. dabei ist absolute anonymität garantiert.

wahre spitzenleistungen entstehen nicht durch zufriedene mitarbeiter, sondern nur durch begeisterte!

cockpit.jpg                                                        

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