Archiv für Juni 2008

the real thing

Mittwoch, 25. Juni 2008

“erstens ist die sehnsucht der konsumenten nach authentizität zu groß, als dass man sie noch vernachlässigen könnte; und zweitens ist auch authentizität letztlich eine fiktion, eine geschichte. diese aber gilt es stimmig zu erzählen.” zitat ende: alain egli, gottlieb duttweiler institut, schweiz.

 

die kunden möchten sinnlichkeit, wollen wieder “wirkliches” sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen.

die sehnsucht nach authentizität verkörpert in einer zunehmend unfassbaren Welt den wunsch der menschen nach orientierung. diese authentizität gibt den kunden den mehrwert von orientierung, verlässlichkeit, bedeutsamkeit, sicherheit und zuversicht.

 

welche unternehmen verkörpern heute von der werbung über die produkte oder dienstleistungen, über die verpackung bis hin zum verkäufer noch diese wahre authentizität?

gerade der verkäufer kann durch sein verhalten (authentisch oder vollgestopft mit nlp und anderen verkaufstechniken) diese sehnsucht der konsumenten stillen oder auch enttäuschen!

jene unternehmen, die sich für den “echten” und “wahren” weg entscheiden, werden in zukunft mit sicherheit die erfolgreicheren sein.

 

klosterfrau.jpg

 

echtheitsversprechen haben konjunktur:

 

ein paradebeispiel ist der klosterfrau melissengeist-claim:

 

“nur echt mit den drei nonnen.”

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verkäufer werden überall gesucht …

Dienstag, 24. Juni 2008

die suche nach guten verkäufern macht erfinderisch. mercedes-benz hat eine eigene seite im netz veröffentlicht, die dazu einlädt sich als verkäufer/in zu bewerben. unter http://www.mercedes-benz-sucht-verkaeufer.de findet man eine umfassende beschreibung über die anforderungen, die herausforderungen, die ausbildung, einfach alles über das berufsbild verkäufer, im speziellen automobilverkäufer/in.

 

eine sehr gute idee, wie ich finde! (übrigens die gendergerechte einstellung der seite – möglichkeit zur umstellung zwischen weiblich und männlich – ist auch sehr vorbildlich)

 

hier ein kleiner auszug über die anforderungen an einen verkäufer (laut mercedes-benz):

 

Kommunikations- und Kundenbeziehungsfähigkeit

Hier geht es um Ihre Fähigkeit, schnell Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen. Ebenso wichtig ist es, bestehende Kundenkontakte zu pflegen und sich auf verschiedene Gesprächspartner einstellen zu können.

Leistungsmotivation und Erfolgswille

Eine wichtige Grundvoraussetzung für Ihren Erfolg als Verkäufer ist Ihr Interesse an den Kunden und den Produkten, die Sie diesen Kunden verkaufen möchten. Sie sollten als Verkäufer Spaß und Leidenschaft für Ihren Beruf mitbringen, damit Sie auch in der Lage sind, gelegentliche Misserfolge zu meistern.

Handlungs- und Lösungskompetenz

Nicht immer läuft im Verkäuferalltag alles reibungslos. Wenn Sie auch in schwierigen Situationen den Überblick behalten, kreativ sind und den Mut haben eigene Entscheidungen zu treffen, werden Sie auch größere Herausforderungen erfolgreich bewältigen.

Selbstmanagement und Systematik

Stetigkeit und konsequentes Handeln sind wichtige Eigenschaften eines Verkäufers. Wenn Sie sich klare Ziele setzen und ihr tägliches Handeln daran ausrichten, können Sie ein Netzwerk von Kunden und wertvollen Ansprechpartnern aufbauen und so die Voraussetzung für Ihren Verkaufserfolg schaffen.

Persönliche Integrität – Wirkung auf den Kunden

Vertrauen ist die Basis einer guten Kundenbeziehung. Vertrauen entsteht durch Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Offenheit. Wenn Sie Ihren Kunden authentisch und glaubwürdig gegenübertreten, legen Sie damit den Grundstein für Ihren Verkaufserfolg.

Fach- und Methodenkompetenz

Produkt- und Fachkenntnisse bilden zusammen mit dem Wissen über Systeme, Prozesse und Abläufe im Verkauf die Voraussetzungen, um die Wünsche Ihres Kunden realisieren zu können.

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jetzt suchen wir ja nur einen mitarbeiter…

Montag, 23. Juni 2008

die scharfe trennung zwischen dem rekrutierungsprozess und einer marketingmassnahme ist nach wie vor die vorherrschende einstellung in sehr vielen firmen. nach dem motto: wir brauchen jetzt kein marketing, wir suchen jetzt ja nur einen mitarbeiter.

 

dabei ist diese sicht gerade heute völlig verkehrt. einerseits kostet jede mitarbeitersuche gerade in klassischen medien sehr viel geld. geld, das man auch paralell nutzen kann, indem man den suchprozess auch gleichzeitig als imagebildende marketingmassnahme auslegt. das kostet nicht mehr, bringt aber den doppelten nutzen.

 

zweitens geht es am heutigen arbeitsmarkt um die VERMARKTUNG eines jobs, um die vermarktung einer firma als arbeitgeber. das ist ganz gleich, wie man seine produkte auch vermarktet. all diejenigen, die glauben, es gibt die “selbstläufer” – also produkte und dienstleistungen, die man nicht strukturiert und langfristig in den markt bringt, sondern bei denen das einfach passiert – bestraft der markt selbst, nämlich mit misserfolg. und immer mehr ist es auch so mit stellen, die man besetzen will. der kunde da draussen, ist AUCH der jobsuchende. und er ist der könig, don´t forget it!

 

übrigens: hans ist mir noch immer schuldig mit dem beispiel für einen selbstläufer und ich bin schon soooo neugierig…

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kontakte sind für verkäufer die luft zum atmen

Donnerstag, 19. Juni 2008

die aktivitäten von heute und morgen bringen die ergebnisse von übermorgen.

 

nirgends trifft diese feststellung so zu, wie im verkauf. hohe aktivität ist gleichzusetzten mit hoher kontaktzahl zum kunden und das wiederum bedeutet eine höhere wahrscheinlichkeit einen abschluss zu tätigen. natürlich ist auch die qualität des verkäufers im verkaufsprozess (vom kontakt bis zum abschluss) ein genauso wichtiger faktor. analysen die wir bei über 50 verkäufern im vergangenen jahr durchgeführt haben zeigen aber auch eine sehr enge korrelation zwischen der qualität der verkäufer und hoher aktivität.

offensichtlich erkennen die wirklich guten verkäufer auch die bedeutung von hoher schlagzahl bzw. großem fleiß.

 

der wert des vertriebs ist der marktdruck (durch hohe kontaktzahl) - den die einzelnen verkäufer imstande sind bei den kunden auszuüben!

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speerspitze und wetzstein

Freitag, 13. Juni 2008

immer wieder sagen personen in leitenden funktionen, der vertrieb sei die speerspitze eines unternehmens und unabdingbar für den erfolg. nun, das ist auch richtig, wenn man die funktionen in einem unternehmen aufs feld des militärs umlegt, dann können mit frontsoldaten am ehesten die verkäufer verglichen werden, während entwicklung oder controlling die bereiche im hinterland abdecken: klar können an der front keine erfolge gefeiert werden, wenn der nachschub nicht funktioniert oder die waffen denen des gegners stark unterlegen sind. aber dennoch: ERKÄMPFT werden die erfolge an der front.

 

wenn die verkäufer aber die speerspitze sind, dann muss es auch einen wetzstein geben, damit diese spitze auch scharf bleibt. und dann noch etwas: je öfter man nachschärft, desto besser! in dem stadium erscheinen dann leider sehr oft die aussagen der unternehmensführung als leere floskeln.

 

herrschaften: so gewinnt man keinen krieg, vielleicht eine schlacht, aber nicht mehr! ich habe gerade mit einem unternehmen zu tun, das sehr vertrieborientiert am markt ist, und zu einem neuen und engagierten verkaufsmitarbeiter gemeint hat, er solle bitte tag für tag aufs neue zum ausdruck bringen, wie glücklich er ist, in jenem unternehmen arbeiten zu dürfen! was ist denn los mit euch – frage ich mich. gibt es denn ein unternehmen, das tag für tag zum ausdruck bringt, wie glücklich es sich schätzen kann, dass auch nur irgend ein/e mitarbeiter/in dort täglich zur arbeit geht? ich kenne keines. und ihr?

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berufsbild verkäufer

Dienstag, 03. Juni 2008

laut einer studie eines österreichischen mobilfunkanbieters ist für acht von zehn österreichischen konsumentinnen der verkäufer kaufentscheidend. für jeden 6. österreichischen konsumenten reicht das internet für die kaufentscheidung aber bereits völlig aus. das wichtigste für kunden: “verständlich erklären” und “immer freundlich sein”. persönliche beratung ist zwar sehr gefragt, aber leider ist das berufsbild immer noch wenig attraktiv.

woran liegt das?

ich glaube es liegt immer noch am wort “verkäufer” und den negativen assoziationen damit. der oder die “verkäuferIn” wird heute immer noch mit einer minderwertigen tätigkeit in verbindung gebracht. wir haben sehr oft bei personal-suchinseraten die erfahrung gemacht, dass alleine die formulierung des jobtitels bereits einen riesigen unterschied im rücklauf an bewerbern gebracht hat. so hat sich folgende reihung an “verkäufer”-titeln (berufsbezeichnungen) ergeben. (titel mit höchster attraktivität an erster stelle)

  1. key account manager
  2. sales manager
  3. vertriebsspezialist
  4. gebietsleiter
  5. sales assistent
  6. verkaufsberater
  7. kundenberater
  8. verkäufer

auch wenn alle bezeichnungen verschiedene bedeutung haben; kleiner tipp: geben sie ihren “verkäufern” einen attraktiven titel – er kostet nichts bringt aber viel (zumindest an image! und eine höhere anzahl an bewerbern)

 

 

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