lange zeit war es ein schlagwort, dann eher eine lachnummer: die rede vom papierlosen büro, wo die schreibtische und papierkörbe leer sind und keine aktenordner mehr für die ablage notwendig sind. grundsätzlich sind ja auf der produktseite alle innovationen passiert, um das zu ermöglichen. doch eine kleinigkeit hat die entwicklung nicht mitgemacht: die menschen.
es zeigte sich, dass sich leute – auch jüngere, ich denke hier bewusst nicht an den “alten” chef, der von seiner sekretärin alle emails ausdrucken lässt, eine antwort darauf kritzelt, um dann alles von der sekretärin wieder als email zu versenden – doch alles lieber in hardcopy ablegen, und auch ich zähle mich dazu. die gewohnheit war hier ganz eindeutig eine hemmnis in der entwicklung einer neuen bürorealität.
laut the economist ist die trendwende nun aber doch da. in dem zuge, wie sich die generationen in die arbeitswelt vordringen, die email bereits im kindesalter kennelernen konnten, kommt nun doch noch schwung in die sache. die aussage “wichtige dinge muss ich mir einfach ausdrucken”.. und ähnliche stellen offenbar auch in diesem fall nichts anderes, als eine mentale barriere dar: leg den schalter um, und plötzlich ist es anders.
zuletzt hat jemand in einem offenen briefwechsel einen porsche-manager aufgefordert, luxus/erfolg/prestige künftig auch anders zu definieren, als über ps. ich denke, auch hier werden wir ob wir wollen oder nicht demnächst einen paradigmenwechsel erleben – spannend! ich habe mir jedenfalls den papierlosen briefwechsel zum lesen ausgedruckt, bin in dem punkt leider auch einer von gestern….




