Archiv für Oktober 2008

papierloses büro nun doch?

Donnerstag, 30. Oktober 2008

lange zeit war es ein schlagwort, dann eher eine lachnummer: die rede vom papierlosen büro, wo die schreibtische und papierkörbe leer sind und keine aktenordner mehr für die ablage notwendig sind. grundsätzlich sind ja auf der produktseite alle innovationen passiert, um das zu ermöglichen. doch eine kleinigkeit hat die entwicklung nicht mitgemacht: die menschen.

es zeigte sich, dass sich leute – auch jüngere, ich denke hier bewusst nicht an den “alten” chef, der von seiner sekretärin alle emails ausdrucken lässt, eine antwort darauf kritzelt, um dann alles von der sekretärin wieder als email zu versenden – doch alles lieber in hardcopy ablegen, und auch ich zähle mich dazu. die gewohnheit war hier ganz eindeutig eine hemmnis in der entwicklung einer neuen bürorealität.

laut the economist ist die trendwende nun aber doch da. in dem zuge, wie sich die generationen in die arbeitswelt vordringen, die email bereits im kindesalter kennelernen konnten, kommt nun doch noch schwung in die sache. die aussage “wichtige dinge muss ich mir einfach ausdrucken”.. und ähnliche stellen offenbar auch in diesem fall nichts anderes, als eine mentale barriere dar: leg den schalter um, und plötzlich ist es anders.

zuletzt hat jemand in einem offenen briefwechsel einen porsche-manager aufgefordert, luxus/erfolg/prestige künftig auch anders zu definieren, als über ps. ich denke, auch hier werden wir ob wir wollen oder nicht demnächst einen paradigmenwechsel erleben – spannend! ich habe mir jedenfalls den papierlosen briefwechsel zum lesen ausgedruckt, bin in dem punkt leider auch einer von gestern….

Post to Twitter Tweet This Post

verkaufen durch geistige stärke

Dienstag, 28. Oktober 2008

“die größte leistung besteht darin, den widerstand des kunden ohne einen kampf zu brechen”

abgewandeltes, chinesisches sprichwort 

 

 

nicht körperkraft sondern geistige stärke ist wesentlich, um seine ziele (auch im verkauf) zu erreichen. diese alte asiatische denkart gilt auch heute.

die 12 lebensprinzipien der shaolin, beschrieben in einem neuen buch von bernhard moestl, (“shaolin, du musst nicht kämpfen, um zu siegen”) lassen sich auch sehr gut für den erfolgreichen verkäufer, anwenden.  

 

 

die 12 lebensprinzipien der shaolin:

 

  1. lebe im hier und jetzt, ohne den moment zu bewerten
  2. nur durch achtsamkeit kommt die einsicht in andere und in dich selbst
  3. tue dinge ganz oder lasse sie sein
  4. begierde macht dich berechenbar, verletzbar und erpressbar
  5. lasse dich nie zu einer handlung hinreißen
  6. besiege eile mit langsamkeit
  7. nur durch nachahmung kannst du andere besser einschätzen
  8. schaffe gelegenheiten und warte auf sie, um sie für dich, aber gegen deine feinde zu verwenden
  9. wenn du nachgibst, lässt du die energie des gegners ins leere laufen
  10. wahre überlegenheit ist die kunst, kampflos zu siegen
  11. löse dich von übernommenen meinungen und prüfe deine eigenen stets aufs neue
  12. alles, was du bist und was du wirst, liegt nur in dir selbs

Post to Twitter Tweet This Post

telefonakquisition – deutschland fühlt sich belästigt

Sonntag, 26. Oktober 2008

eine kürzlich veröffentliche untersuchung, durchgeführt von der firma “forsa” in deutschland, zeigt ein katastrophales image von callcentern und von unerlaubter telefonwerbung allgemein. nach dieser umfrage fühlen sich 86 % der deutschen bevölkerung durch unlautere werbeanrufe belästigt, 64 % der befragten wurden in den letzten monaten ohne einwilligung von unternehmen angerufen.

bei anruf: nichtkunde!

 

das ist zusammenfassend die aussage dieser befragung. nichtkunde vorallem auch deshalb, weil die anrufenden “verkäuferInnen” in ihren anrufen immer noch auf überreden und überrumpeln setzen. wann wird wirklich der kundenbedarf oder der leidensdruck des kunden angesprochen? 

“vielleicht sollten in zukunft anstelle von verkaufsgesprächen besser entzugsgespräche geführt werden”, meint peter sawtschenko, unternehmensberater. der vorteil besteht darin, dass der verkäufer begierde weckt, in dem er vermittelt, dass er zurzeit keinen neuen kunden annehmen kann. entzugsgespräche erzeugen das gegenteil von druck!

  

  • druck = gegendruck und fluchtverhalten  
  •  sog = authentizität, charme, sympathie und souveräne markenführung

neukundenakquise1.jpg

Post to Twitter Tweet This Post

sprichwort

Samstag, 25. Oktober 2008
“wer nicht lächeln kann, sollte kein geschäft aufmachen” 

 

chinesisches sprichwort 

Post to Twitter Tweet This Post

killerphrase “hilfsbereitschaft”

Donnerstag, 23. Oktober 2008

es ist traurig aber es ist halt so. manche eigenschaften sind gut für den verkauf und manche nicht. zu letzteren gehören mitunter auch sehr positive menschliche eigenschaften.

hat jemand gesagt, dass verkäufer die welt retten werden? 

zuletzt hat eine sehr engagierte und sympathische dame im gespräch gemeint, sie wäre die geborene verkäuferin, denn sie liebt den umgang mit menschen, sie liebt die kundenbetreuung und sie ist total HILFSBEREIT. hoppla, da ist sie schon. die welt wäre ärmer und schlechter, gäbe es diese eigenschaft nicht, aber hilfsbereitschaft gehört nicht zu den aufgaben eines verkäufers. ein ohr für kundenwünsche ja, das schon, auch die bereitschaft, die erwartungen zu übertreffen, gehören dazu, auf jeden fall auch dem kunden in einer situation wo er/sie hilfe braucht diese hilfe auch unaufgefordert zu geben – all das IST unsere aufgabe. der springende punkt ist aber leider, dass wir das einfach aus eigennutz tun, aus gründen der kundenbindung, aus geschäftlichem interesse (und bitte kommt nicht mit den beispielen von den kunden, die fast schon freunde sind, ja noch mehr, richtig vertraute personen; damals, am anfang dieser kundenbeziehung war vielleicht eine gewisse sympathie da, aber letzten endes hat man diesen kunden auch nur wegen des geschäfts die wünsche von den augen abgelesen, bis sich die freundschaft entwickelt hat, oder?).

nein, hilfsbereitschaft im sinne der selbstlosigkeit ist leider nur selten auf der palette der erfolgsversprechenden eigenschaften für einen verkäufer. ABER: ich rede nur über die berufliche perspektive; ich hoffe als privatperson habt ihr genug von dieser eigenschaft!

Post to Twitter Tweet This Post

(6) neue ideen – verkaufen sich leichter?!?! edelhandy

Dienstag, 21. Oktober 2008

motorola bringt ein neues edelhandy mit rundem display auf den markt. der korpus ist aus edelstahl gefertigt, die tastatur aus aluminium. in die gehäuseoberfläche sind linien als deko – elemente eingefräst. wenn du das handy schließt, dann soll es klingen, als ob du die türe eines luxusautos zuschlägst.  viel marketing und hochwertige materialien lassen auch motorola ins luxussegment vorstossen. zu welchem preis und ob in österreich erhältlich, ist noch fraglich.

 

es bleibt auch die frage offen, ob sie mit diesem model das “upgrading” ins luxussegment schaffen. was denkt ihr? läßt sich dieses produkt gut verkaufen?

 

motorola_aura.jpg

gesehen bei golem.de

Post to Twitter Tweet This Post

personal branding

Montag, 20. Oktober 2008

mich als begeisterten radsportfan und aktiven mountainbiker hat die dopingaffäre rund um bernhard kohl sehr getroffen. viele stunden bin ich im sommer vor dem fernsehgerät gesessen und habe mir die daumen wundgedrückt für unseren berni. und jetzt das. nie und nimmer hätte ich so etwas erwartet. sein image des “schüchtern buben” aus der provinz, sein “dackelblick” und seine aussagen zu diesem thema haben mich total geblendet. umso entäuschter bin ich jetzt.

 

es scheint vorbei zu sein mit seiner karriere. zumindest sein image ist es auf jeden fall. so meint etwa reinhard grohs, marketingexperte der uni wien – “für die werbe- und sponsoringbranche ist der name kohl ab sofort tabu. mit ihm wird man keine werbung mehr machen können. für ihn gibt es keine werbekunden mehr.”

ist der ruf einmal schwer beschädigt, wird es verdammt schwierig im umgang mit potentiellen kunden. und da ist es völlig egal ob du ein prominenter sportler oder ein verkäufer bist.

 

was bernhard kohl jetzt dringend braucht ist einen imageberater und keine dubiosen radsportmanager.  es ist an der zeit seine identität, seine wurzeln (zu denen er erst wieder zurückfinden muss) authentisch zu vermitteln. die marke ICH die er vor seiner dopingaffäre war, die gehört jetzt herausgearbeitet. die ehrlichkeit und aufrichtigkeit, auch gepaart mit dem nötigen mumm, die hintermänner alle!!! zu nennen, muss dabei der erste schritt sein, auf dem weg zurück zur positiven marke ICH.

Post to Twitter Tweet This Post