Archiv für November 2008

unzureichende effizienz im vertrieb

Montag, 24. November 2008

die firma 2hm BS aus Mainz, hat ihre neueste vertriebsstudie, die sie 2008 durchgeführt hat, präsentiert. 309 außendienstmitarbeiter wurden deutschlandweit befragt und die ergebnisse bestätigen auch unsere erfahrungen. folgende signifikanten punkte sind dabei herauszustreichen:

  • der außendienst hat zu wenig zeit für die betreuung der kunden

  • die verkaufsunterstützung durch den innendienst und das management sind unzureichend

  • administrative aufgaben erschweren den verkaufserfolg

  • der außendienst wünscht sich mehr zeit für den aktiven verkauf und die kundengewinnung

diagramm_bs.jpg

quelle: 2hm BS

 

fazit: die studie bringt keine völlig neuen erkenntnisse, aber zeigt leider wieder altbekannte tatsachen auf, die gerade in zeiten wie diesen, dringend einer verbesserung bedürfen.

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ernüchternde bilanz

Freitag, 21. November 2008

nein, diesmal ist nicht von ergebnisbilanzen auf zahlenbasis die rede, das wird in den letzten wochen ja genügend strapaziert. selbst wenn sich auch da vielerorts ernüchterung breit macht anhand der zahlen und der forecasts, geht es mir um eine gewisse alternative bilanz der letzten monate.

 

meine these für heute ist: die grundsätzliche qualität der verschiedenen verkaufsmannschaften in all den branchen die wir kennengelernt haben ist bei weitem besser, als die qualität auf der seite der jeweiligen führungspersonen, verkaufsleiter und geschäftsführer. und gerade dort, wo die verantwortlichen am meisten jammern und sich beklagen, dass es am markt unmöglich ist, gute leute für den verkauf zu finden, können wir mit großer sicherheit davon ausgehen, dass das problem firmenintern bei ebendiesen personen in der leitungsebene zu suchen ist.

 

einerseits ist ein häufiges phänomen: ich mache meinen besten verkäufer zum verkaufsleiter, denn der kennt sich ja aus. EIGENTOR! für das führen einer verkaufsmannschaft und strategisch angelegte arbeit mit PERSONEN (!) sind mitunter andere qualitäten und fertigkeiten notwendig, als für den guten erfolg beim kunden. bewährte einzelkämpfer und egozentriker mit großer treibkraft in der rolle des chefs sind völlig kontraproduktiv und teilweise fatal.

 

zweites phänomen: die zitrone auszuquetschen ist eine sache, dass man aber die leere schale nachher wegschmeißt, sollte man auch bedenken. (gute) verkäufer lassen sich nicht gern ausquetschen, denn sie wissen, ihnen fehlt dann die power zum weitermachen, um die nächsten hürden zu nehmen. das rollenverständnis einer führungskraft kann ausschließlich darin bestehen, die rahmenbedingungen für den langfristigen erfolg zu schaffen und mit eigenem beispiel eine positive richtung vorzugeben. RAHMEN bedeutet hier: die spielregeln aufsetzen, in der sich ein/e vertriebsmitarbeiter/in bewegen kann, diese auch eindeutig und klar zu kommunizieren und konsequent einhalten. BEDINGUNGEN bedeuten hier: dafür zu sorgen, dass diese kolleg/innen die möglichkeit haben, das beste zu geben. und wenn sie das nicht tun, heißt das nicht notwendigerweise, dass man die falschen personen beschäftigt (eine genaue und gute selektionierung auf dieser ebene ist ja ein steckenpferd von “menschen im vertrieb”). und das eigene beispiel ist das, wo sich spreu vom weizen trennt (soviel zu den ewig jammernden, alles kritisierenden, andere personen abwertenden menschen, die sich dann in ihrer haut wohlfühlen, wenn sie vorher jemandem so richtig die suppe versalzen haben – noch dazu jemandem in einer direkten abhängigkeitsbeziehung).

 

unsere erfahrung zeigt, viel zu oft wird das beste von den verkäufern verlangt, aber bei der schaffung der bedingungen “hapert´s” schon, und gänzlich “hapert´s” dann im problembewusstsein der führungskräfte, dass auch sie für eine minderleistung im team verantwortlich sein können. dabei hat man vielleicht sogar richtige formel 1 boliden im stall, nur fahren sie halt immer nur halbgas.

 

es gilt also: nicht nur verkaufstalent, auch führungstalent ist ein “must have” in einer erfolgreichen vertriebsorganisation!

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verkäuferauswahl

Mittwoch, 19. November 2008

der erfolg eines unternehmens wird in krisenzeiten geprüft. die qualität des vertriebs bestimmt maßgebend  den erfolg und gerade die qualität der verkäuferInnen ist dabei entscheidend.

trotzdem erfolgt die verkäuferauswahl in den meisten unternehmen noch immer sehr “hemdsärmelig”. glück und zufall bestimmen, neben der genauen kontrolle von zeugnissen und fachlichen qualifikationen, die entscheidung.

was passiert mit den “soft skills”? wie werden diese festgestellt?

sehr oft überhaupt nicht – oder wenn, dann mit untauglichen  mitteln.

dabei beweisen die neuesten untersuchungen der gehirnforscher (z.B. Dr. Hubert Buschmann, Neurologe in Bad Neuenahr), dass man verkaufen nicht lernen kann – höchstens entwickeln.

um etwas entwickeln zu können muss es aber vorhanden sein – das talent!

richtig gute verkäuferInnen haben genauso ein talent zum verkaufen, wie ein virtuose ein talent als musiker in einem orchester haben muss.

 

wie erkenne ich dieses talent?  dazu einige tipps für ihre bewerbergespräche (teile aus dem buch “verkaufen mit psychologie” von wolf erhardt):

(vorausgeschickt: alle  bewerber, sehen aus wie verkäufer, reden wie verkäufer, sind adrett angezogen, riechen nicht und strömen optimismus und lebensfreude aus – wenn´s so einfach wäre!)

  1. vergewissern sie sich, dass der bewerber ein “fertiger” mensch ist. sie haben keine zeit, psychotherapeut zu spielen.

  2. ignorieren sie zeugnisse und “besondere” referenzen.

  3. überschätzen sie die fachlichen voraussetzungen nicht mehr. verkaufen kann man nicht lernen. alles andere schon.

  4. ob sie jemanden sympathisch finden oder nicht ist von untergeordnetem interesse. es verstellt ihnen nur den blick für objektive signale.

  5. erzählen sie viel von ihrer eigenen firma. so können sie herausfinden, ob der bewerber die gabe des interessierten zuhörens besitzt.

  6. misstrauen sie glänzenden rhetorikern. es sind meistens bewerbungsprofis.

  7. achten sie auf humor. “negativdenker” haben sie wahrscheinlich schon genug im betrieb.

  8. lassen sie den bewerber viele fragen stellen.

  9. testen sie die fähigkeit des bewerbers, details aufzunehmen – möglichst viele.

  10. wie schnell gelingt es dem bewerber eine beziehung zu ihnen aufzubauen? gelingt es ihm überhaupt?

  11. kann der bewerber in “bildern” sprechen? finden sie sein “story telling” spannend?

  12. machen sie keine kompromisse. niemals. und wenn in dieser bewerbungsrunde keiner dabei ist, dann stehen sie dazu. es ist besser keinen verkäufer aufzunehmen, als einen schlechten!

kein unternehmen lebt nur von dem, was es produziert, sondern ausschliesslich von dem, was es verkauft.

produkte werden aber immer seltener VERkauft und immer öfter GEkauft! jeder konsument hat gerne das gefühl, dass er etwas gekauft hat und nicht, dass ihm etwas verkauft wurde. der konsument sehnt sich dabei nach AUTHENTIZITÄT in der beratung. diese AUTHENTIZITÄT gibt dem kunden sicherheit und orientierung!

die erfolgreichen spitzenverkäuferInnen von heute sind beziehungsarbeiterInnen, die langfristig den unternehmenswert durch dauerhaft positive kundenbeziehungen steigern.

bedenken sie deshalb:

 ein  gramm verkäuferauswahl wiegt mehr als ein kilo verkäuferentwicklung

 

 

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bilder des jahres

Sonntag, 16. November 2008

einfach schöne bilder!  

Photos Of The Year

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crowdsourcing – vermitteln und geld verdienen

Sonntag, 16. November 2008

geld verdienen im internet. wer will das nicht? heute habe ich bei burkhard schneider und auf dem blog innovativ-in eine tolle internetplattform gefunden. 

 

mit empfehlungen geld verdienen. z.b. jemand will neue kunden gewinnen oder aufträge generieren. er postet seine wünsche auf dieser neuen plattform lead vine. veröffentlicht gleichzeitig seine provision, die er bereit ist zu bezahlen. die untere grenze liegt bei 50 dollar- nach oben hin gibt es keine grenze.

 

vorteil: man gewinnt neue kunden und empfehlungen, bezahlt nur bei erfolg!

der netzwerkgedanke wird hier bestens umgesetzt.

 

 leadvine.jpg

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die sogwirkung

Donnerstag, 13. November 2008

wir befassen uns intensiv mit der frage des verkaufstalents. in guten wie in schlechten zeiten ist der vertrieb immer eine schlüsselkompetenz in jeder firma, nur wird das nicht immer genügend erkannt (ja, auch in bereichen, die einem nicht sofort als vertriebsintensiv in den sinn kommen, wie öffentliche hand, non profit, öffentlicher verkehr oder ähnliche dinge – wenn man überlegt kommt man darauf, dass auch da die verkaufskompetenz und -intensität von entscheidender bedeutung sind).

 

nun erleben wir eine phase der verunsicherung, eine phase von – zugegeben tatsächlich – schlechten wirtschaftsnachrichten, aber noch viel mehr eine (teils übertriebene) mentale sensibilisierung auf eine mögliche rezession. das ist eine self-fulfilling prophecy, zweifellos. alle überlegen sich gut, ob und für was sie etwas ausgeben und das setzt eine spirale in gang. nur ist es auch in diesen zeiten so: gekauft wird trotzdem, vielleicht weniger und nicht so üppig, aber trotzdem. und gekauft wird dort, wo gute verkäufer sitzen (naja, hoffentlich tun sie nicht nur sitzen…)

 

vielerorts wird jetzt die klassische panikreaktion eintreten: die manager, die ihre ziele nicht mehr greifbar haben, werden zum einfachsten und phantasielosesten intrument greifen, das sie haben: sie werden druck erzeugen, drohungen aussprechen, mit der peitsche in der hand regieren. und was machen dann die frontmänner und frontdamen? sie geben in den meisten fällen den druck einfach weiter. sie erzeugen druck beim kunden, denn irgendwie müssen sie den eigenen druck, die ängste, die sorgen, die ihnen der/die vorgesetzte in den kopf gesetzt hat, wieder abbauen. viel mehr könnte nicht falsch laufen, denn kunden kaufen unter druck nicht!

 

die sogwirkung und daher der erfolg aller jenen, die derzeit ruhe bewahren, sich der eigenen stärke bewusst aus dem gedränge zurücknehmen, souverän und professionell agieren, wird sehr groß werden. das steht fest. keep cool!

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die größten fehler im vertrieb

Dienstag, 11. November 2008

in unserer langjährigen erfahrung zeigen sich immer wieder die gleichen fehler, die im vertrieb gemacht werden. diese werden auch durch eine, vor einiger zeit veröffentlichten vertriebsstudie (proudfoot), bestätigt.

 

  • keine zeit zum verkaufen – verkäufer verbringen zuviel zeit mit administration
  • es werden die”falschen” verkäufer eingesetzt – es fehlt an verkaufstalent
  • kein aktives verkaufen – verkäufer warten auf die kunden
  • keine unbedingt notwendige neukundenakquisition
  • verkaufen ohne system und an die “falschen” kunden
  • die überheblichkeit vieler verkäufer
  • verkäufer hören nicht zu und fragen viel zu wenig
  • zu geringe betriebswirtschaftliche kenntnisse der verkäufer
  • verkäufer verfügen nicht über die notwendige lösungskompetenz
  • verkäufer werden nicht genügend unterstützt

eigentlich eine widersinnige situation. gerade in zeiten wie diesen, leisten es sich unternehmen, im vertrieb euros brach liegen zu lassen, während sie aus beschaffung, logistik, produktion und verwaltung die letzten cents herausquetschen. dabei wäre es so einfach mit einigen wenigen maßnahmen, die oben genannten fehler zu vermeiden bzw. auszumerzen.

wie, das habe ich schon in einigen blog-beiträgen (vertrieb) thematisiert.

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