in einer gemeinde an der donau hat man versucht, mittels vergifteter mon cheri bonbons den bürgermeister zu vergiften. normalerweise ist es eine episode für den bullen von tölz, der dann mit seinem heroischen und charaktervollen aber doch irgendwie gequälten alten 6er BMW durch die gegen fährt und den fall aufklärt. das beschäftigt mich auch nicht.
was mich beschäftigt ist: nutzt so etwas der firma mon cheri? durch üppige berichterstattung geht der markenname zweimal durch jede zeitung, ein jeder stellt sich unweigerlich den geschmack der schokokirschen im mund vor, aber halt! irgendwie ist auch so ein zucken im magen da, irgendwie kommt einem eine negative verbindung zum produkt auch unweigerlich auf. wie kann sich so etwas auf den käuferverhalten auswirken, positiv oder negativ? lässt sich der nicht zur diskussion stehende publicity auch in umsätze umwandeln?
ryanair wirbt mit der hochzeitsreise von nicolas und carla, allerdings ohne vorherige rücksprache, einfach so. auch nicht schlecht, auch tratsch und klatsch, klage hat sich nicht lange auf sich warten lassen, die unterlassung wurde sofort verhägt und auch eine saftige strafe von 60.000 eur. zwickt ryanair wahrscheinlich nicht wirklich. jedenfalls sind sie unter dem strich hochzufrieden mit der kampagne, es war es wert, sagen sie.
vielleicht sollten wir für unsere talentscouts demnächst auch so etwas ausdenken: “norddeutscher talentscout durch explodierende job description verletzt” oder “beim crowdsearchen in südfrankreich mit gefährlichen fieberblaseviren angesteckt” von mir aus “hillary überlegt sich ausstieg aus dem wahlkampf als internationaler talentscout“. nein, das machen wir nur, wenn uns barack ein wenig aus seinem wahlkampfbudget spendiert….


