das ist jetzt bewusst keine weihnachtsgeschichte, denn die gibt es eh schon zum überfluss. ich will lieber über eine kleine geschichte berichten, die mich zum nachdenken angeregt hat. und wer will, kann es auch als x-mas story auffassen.
meine kleine tochter, flora, hat im herbst im kindergarten begonnen. der kindergarten ist kurz davor in neue räumlichkeiten gesiedelt, schöne weite räume und ein wunderschöner großer garten mit alt gewachsenen bäumen. nach einigen tagen der eingewöhnung äußerten sich manche eltern aber kritisch: im garten waren noch keine spielsachen, denn die lieferung war spät dran, die kinder hatten im garten nichts als wiese, bäume und sonne.
die kindergärtnerin war aber ganz ruhig. sie hat gemeint, nichts ist besser für die eigene krativität der kinder, als so ein spielplatz, wo nicht die von erwachsenen vorgefertigten rutschen, schaukeln, und allerlei spielzeuge vorgegeben sind. und tatsächlich, ich habe es mit angeschaut. die kinder waren nicht 10 sekunden ohne beschäftigung, sie sind in 100 rollen hineingeschlüpft und waren selbstunterhalter – glücklich ohne die spielgeräte, ohne die “prozessplanung” von oben.
wochen später kam in mir die frage hoch: in welchem unternehmen können denn wir verkäufer uns noch selbst entfalten? im heutigen CRM gesteuerten und reporting verseuchten umfeld werden die freiräume laufend kleiner, dieses kreativumfeld schrumpft wie der regenwald in indonesien. und das ist in meinen augen nichts anderes, als ein sagenhaftes vergeuden von talent und energie, dinge die in uns stecken aber nur dann an die oberfläche kommen, wenn man es zulässt.
das individuum und das damit verbundene individuelle arbeiten, der eigene stil, der geht verloren, gebraucht (und in den schulen produziert) werden rekruten, befehlsempfänger und menschen, die nichts hinterfragen. traurig. denn nach wie vor ist die begeisterung das, was in allen belangen einen mehrwert verursacht und rekruten begeistern sich nicht oft – wofür auch….
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