die rede ist nicht von der sagenumwobenen heiligen kuh, nein. die rede ist von einer ganz gewöhnlichen und normalen alltagskuh. die hat nämlich – tierschützer und vegetarier bitte vergebt mir! – zwei verwendungsvarianten: schlachten oder melken.
diese beiden sind ja grundverschieden: aus rein wirtschaftlicher überlegung ist das schlachten mit einer sofortigen einnahmequelle aus der veräußerung des fleisches nicht uninteressant: keinerlei weiteren kosten, die sache hat sich, sozusagen, sofortiger gewinn und “liquidität”. also her mit dem messer und ran an den halsschlagader!
melken hingegen ist anstrengend, eine täglich wiederkehrende beschäftigung, füttern muss man zudem auch noch! dennoch: auf die jahre gerechnet ist das melken wirtschaftlich hochinteressant (bitte keine kommentare bezüglich der lachhaften milchpreise im monopolistischen einzelhandel, und die milchtransporte am wochenende von einem teil europas in den anderen, das soll jetzt nicht mein punkt sein).
an alle eigentümer, vertriebsleiter, vorstände, manager, geschäftführer: lasst doch eure vertriebler die kunden melken! schickt sie täglich in den stall und lasst die vollen milch(umsatz)eimer abholen! denn ein geschlachteter kunde ist einmal gut, ein gemelkter hingegen 1000 mal hintereinander. und lasst doch eure vertriebmitarbeiter (und -innen, versteht sich) die kunden füttern, denn umso besser schmeckt die milch danach! und gebt den mitarbeitern keine messer in die hand (oder an die gurgel), denn mit blutverschmierten händen lässt sich schlecht melken! und wenn ihr das nicht versteht, dann sucht euch einen anderen job! und wenn ihr das zwar versteht, aber eigentlich nur an der kurzfristigen gewinnmaximierung innerhalb eurer vertragslaufzeit interessiert seid, dann sucht euch doch einen sitzplatz im nächsten zug nach sibirien, es wird sicher noch eine zelle neben chodorkowski frei sein…


