US-amerikanische Unternehmen zeigen uns ja schon seit einiger Zeit vor, wie man mit sozialen Medien umgeht.
DerPR-Blogger hat auf seinem Blog eine Infografik veröffentlicht, die verdeutlicht, wie sich in Amerika, Blog- und Social-Media-Aktivitäten seit 2007 entwickelt haben. Besonders interessant ist der Ausblick auf 2012.
So bloggten 2007 nur 16 % der Unternehmen aus Marketingzwecken, nächstes Jahr werden es über 43 % sein. Was bedeutet das für uns in Europa? Erkennen wir auch endlich die Bedeutung? Was meinen Sie?
Das US-Nachrichtenmagazin “Newsweek” veröffentlichte unlängst einRanking “sterbender Städte” in den USA und erstellte online eine Bildergalerie zum Durchklicken. Auf Platz zehn dieser Liste rangierte Grand Rapids, eine Stadt mit ca. 190.000 Einwohnern in Michigan.
Für die letzten 10 Jahre verzeichnete die Statistik, bedingt durch die Probleme in der Autoindustrie, einen Bevölkerungsrückgang von rund zwei Prozent.
Von wegen “sterbende Stadt”
Dieser Ausdruck stieß bei den Einwohnern von Grand Rapids aber auf große Ablehnung! Der einheitliche Tenor: “Wir sind am Leben – und wir leben gerne in Grand Rapids“.
Aus dieser Bewegung schöpfte ein 22-jähriger Eventmanager die Idee, einen Befreiungsschlag gegen “Newsweek” und die Diskussion über die sterbende Stadt zu führen.
5.000 begeisterte Darstellen (Einwohner) sollten bei einem tollen Video (zur Musik von “American Pie”) mit machen und einen LipDub-Rekord aufstellen (LipDub bedeutet die Synchronisation eines Songs, bei dem sich nur die Lippen zum fertig eingespielten Lied bewegen).
Gesagt – getan! Der Videodreh wurde zum absoluten Volksfest. Am vergangenen Donnerstag wurde das Video auf YouTube hochgeladen, inzwischen wurde das Video über 1.000.000 mal angesehen.
“Newsweek” musste reagieren und sich für die “sterbende Stadt” entschuldigen! Die Bürger der Stadt haben einen Sieg auf voller Linie erreicht. Internationale Medien berichten weltweit über diese Stadt. Die Tourismusverantwortlichen in Grand Rapids reiben sich bereits die Hände.
Eine “Social-Media-Kampagne” die aus einer vermeintlich negativen Schlagzeile einen wahren Hype ausgelöst hat.
Mit guten Ideen, kreativen Köpfen und begeisterten Menschen kann man heute über “Soziale Medien” wahre (Verkaufs-)Erfolge erzielen.
Es gibt nichts, was es nicht gibt. Aber dafür gleich 80 Mio. Euro kassieren???
So ist es passiert. Die Datingplattform Zuckerjungs.de, ein deutsches Startup, sucht mit dieser Plattform Frauen ab 35 die jüngere Männer suchen. Kaum zu glauben, dass es hier genügend Nachfrage herrscht. Doch die Zahlen beweisen etwas anderes. 150.000 Mitglieder hat diese Plattform, davon alleine 20.000 Neuanmeldungen im Jänner 2011.
Nur durch diese Tatsachen ist es zu erklären, dass die Holzbrink-Gruppe (angeblich) 80 – 100 Mio. Euro dafür bezahlt haben soll. Nun wird bereits das Gegenstück für Männer geplant: zuckerdaddies.de
Inzwischen betreiben die Verantwortlichen auch schon Fernsehwerbung dafür.
Der Chef-Redakteur des Trendletters, Axel Gloger (Redakteur auch bei “Die Welt” und “FAZ”) hat in einer Sonderausgabe des Trendletters “Die Welt im Jahr 2020″, seine Sichtweise zu zukünftigen Entwicklungen im Handel zu Papier gebracht.
Hier ein kleiner Auszug:
Das Handy wird immer mehr zum Point-of-Sale. Im Jahr 2020 zum Alltag: Kunden holen per Smartphone zusätzliche Informationen zu einem Produkt ein und bestellen es auf diesem Weg sofort.
Die Lieferung erfolgt auch an Abholpunkten – etwa Tankstellen, Kneipen oder Gemeindezentren.
Die neuen Aufgaben des stationären Handels sind: Ware ausstellen und zur Online-Bestellung bereit halten, Entertainment für die Kunden und Kundenservice bieten. Das neue Geschäftsmodell heißt: Lebensstil-Dienstleister.
Die Mobilität verliert bei der Generation Y (Generation geboren nach 1980 / lt. Wikipedia) an Bedeutung. Unter 30-Jährige finden persönliche Treffen nicht so wichtig. Einstellung: Warum hinfahren, wenn man auch simsen oder chatten kann? Hardware (Fahrzeuge) insgesamt findet diese Altersgruppe zunehmend uninteressant. Ein Auto zu besitzen ist für viele keine Quelle von Status und Prestige mehr. Das Einkaufen erfolgt zunehmend digital. Der Austausch dazu über die sozialen Medien.
Sie sind klein, ganz bunt und unheimlich beliebt. SillyBandz, die neuen, lustigen Gummiarmbänder aus den USA. Die Armbänder in diversen Formen – Tiere, Musikinstrumente oder Märchengestalten – sind jeweils im Zweidutzend-Pack um 4,95 Dollar erhältlich.
Kinder in Amerika tragen diese inzwischen mit gleicher Begeisterung, wie Prominente aus New York, z.B. Sex in the City Star Sarah Jessica Parker.
Der Hype ist so groß, dass es bereits Verbote an Schulen gibt diese zu tragen bzw. zu tauschen. Für die Popularität tut das aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.
Interessant ist auch der wirtschaftliche Aspekt. 2008 wurde gerade einmal ein Umsatz von 10.000 Dollar damit erwirtschaftet. In diesem Jahr werden es wohl mehr als 100 Millionen Dollar werden.
Warum dieser Erfolg? An einem ausgeklügelten Marketingkonzept liegt es wohl nicht. Die Bänder haben sich ausschließlich über Mundpropaganda viral verbreitet. Genauso schnell wie der Trend entstanden ist, wird er auch wieder vergehen, darüber sind sich Fachleute einig.
Zumindest die Kinder hatten ihren Spaß und irgend jemand ist sicher reich damit geworden.
Das US-Zukunftsmagazin H+ hat eine Prognose zu technischen Meilensteinen der Zukunft, für die nächsten 20 Jahre, aufgestellt. Erwartet werden folgende wichtigen Eckpunkte in den nächsten Jahren:
2015: Sofortiger Zugang zu jeder gewünschten Information (zum Internet) weltweit
2020: Tragbare Mikrosensoren und Computer, die mit dem Internet verbunden sind, erweitern die menschliche Wahrnehmung
2022: Verbesserte Lernfähigkeit durch künstliche Mittel
2023: Teamarbeit über Raum-, Sprach- und Kulturgrenzen hinweg sind jederzeit möglich
2024: Jeder verfügt über das genaue Verständnis der kognitiven, biologischen und sozialen Mechanismen, die das eigene Leben steuern
2025: Ab diesem Zeitpunkt werden wir mit Robotern sprechen können, dadurch wird auch die Nutzung von diesen dramatisch ansteigen (Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen), ob diese dann auch als Verkäufer agieren (können) steht leider nicht im Zukunftsmagazin
Naja, wenn man das so liest, sind das ja “schöne” Aussichten! Was meinen Sie?
In den 2000er-Jahren setzten die Net-Kids, die Zukunftstrends. Doch jetzt werden sie von der so genannten iGeneration abgelöst. Der entscheidende Unterschied: Nicht mehr der PC oder das Fernsehen sind die dominierenden Informationskanäle, sondern Handy, iPad´s und das mobile Internet.
Selbstverständlich werden das Handy und die mobilen Endgeräte immer mehr auch zu den dominanten “Einkaufsinstrumenten” im Internet.
Das amerikanische Pew Research Center hat das Medienverhalten der (über)nächsten Generation analysiert und die wichtigsten Ergebnisse wie folgt dargestellt: