Mit ‘verkaufen’ getaggte Artikel

Wie funktioniert der Markt – einige Vorurteile

Sonntag, 24. Juli 2011


Vorurteile
bestimmen sehr oft unser Denken! Auf dem Besserwerberblog habe ich ein witziges Beispiel dafür gefunden, wie diese Vorurteile unsere Ansicht zu einem alltäglichen Thema beeinflussen können.

Wie funktionieren eigentlich Märkte?

Eine einfache Frage. Viele Antworten. Hier die Antworten aus unterschiedlicher (Vorurteils-)Sicht:

Kommunistische Weltsicht:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt leider keine. Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Schließlich ist sie sauer.

Sozialistische Weltsicht:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.

Liberale Weltsicht:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Na und, mir doch egal?

Kapitalistische Betrachtungsweise:
Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine Herde zu züchten.

Sozialdemokratische Weltsicht:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn. Sie fühlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für Sie ein Lied.

Christdemokratische Ansicht:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken Ihrem armen Nachbarn aus Nächstenliebe die andere. Danach bereuen Sie es irgendwie.

Hier einige (köstliche) länderspezifische (Vorurteils-)Ansichten:

Amerikanische Einstellung:
Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und leasen sie zurück. Sie gründen eine Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben. Sie wundern sich, als eine tot umfällt. Sie geben eine Presseerklärung heraus, in der Sie mitteilen, Sie hätten Ihre Kosten um 50% gesenkt. Ihre Aktien steigen an der Börse.

Japanische Sichtweise:
Sie besitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik erreichen sie, dass die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe reduziert werden und das Zwanzigfache an Milch geben. Jetzt kreieren sie einen cleveren Kuh-Cartoon, nennen ihn Pok(Kuh)imon und vermarkten ihn weltweit mit Erfolg.

Französische Einstellung:
Sie besitzen zwei Kühe. Sie streiken, weil sie drei Kühe haben wollen. Sie gehen trotzdem in Ruhe gut Mittagessen.

Italienische Sichtweise (mein Favorit):
Sie besitzen zwei Kühe, aber sie wissen nicht, wo sie sind. Während sie sie suchen, sehen sie eine wunderschöne Frau. Sie machen Mittagspause – und viel “amore”.

Deutsche Betrachtungsweise:
Sie besitzen zwei Kühe – und machen alles, was möglich ist. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere re-designed: Sie sind alle blond, können eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160 km/h laufen. Leider gründen die Kühe eine Gewerkschaft und fordern 13 Wochen Urlaub im Jahr.

Eurobürokratische Sichtweise:
Sie besitzen zwei Kühe. Die EU nimmt ihnen beide ab, tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen eine Entschädigung aus dem Verkaufserlös der Milch und schüttet diese dann in die Nordsee.

Britisches Vorurteil:
Sie besitzen zwei Kühe. Beide sind wahnsinnig – Rinderwahn.

Griechischer “Zustand”:
Sie besitzen zwei Kühe. Beide sind orthodox. Sie ernähren sich gesund nach der Kreta-Diät, leben länger, geben keine Milch. Sie starten ein Investitionsprogramm zur Förderderung der Kreta-Diät. Sie erklären den zunehmenden Milchmangel als gesamteuropäisches Problem, was den Bau von Filteranlagen in der Nordsee zur Folge hat, die von deutschen Ingenieuren entworfen werden, die zuvor noch nie was von der Kreta-Diät gehört haben. Man feiert das als klares Zeichen eines zusammenwachsenden Europas. Die Milch aus der Nordsee findet keine Abnehmer, weshalb Brüssel beschließt, die Milch von nun an in die Ägäis zu kippen, was nicht zuletzt auch als Verbesserung der Ökobilanz gefeiert wird.

Haben Sie noch weitere Ideen zu diesem Thema? Führen Sie die Liste der (witzigen) Vorurteile fort! Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Post to Twitter Tweet This Post

So “verkauft” sich eine “sterbende Stadt”

Dienstag, 31. Mai 2011

Das US-Nachrichtenmagazin “Newsweek” veröffentlichte unlängst ein Ranking “sterbender Städte” in den USA und erstellte  online eine Bildergalerie zum Durchklicken. Auf Platz zehn dieser Liste rangierte Grand Rapids, eine Stadt mit ca. 190.000 Einwohnern in Michigan.

Für die letzten 10 Jahre verzeichnete die Statistik, bedingt durch die Probleme in der Autoindustrie, einen Bevölkerungsrückgang von rund zwei Prozent.

Von wegen “sterbende Stadt”

Dieser Ausdruck stieß bei den Einwohnern von Grand Rapids aber auf große Ablehnung! Der einheitliche Tenor: “Wir sind am Leben – und wir leben gerne in Grand Rapids“.

Aus dieser Bewegung schöpfte ein 22-jähriger Eventmanager die Idee, einen Befreiungsschlag gegen “Newsweek” und die Diskussion über die sterbende Stadt zu führen.

5.000 begeisterte Darstellen (Einwohner) sollten bei einem tollen Video (zur Musik von “American Pie”) mit machen und einen LipDub-Rekord aufstellen (LipDub bedeutet die Synchronisation eines Songs, bei dem sich nur die Lippen zum fertig eingespielten Lied bewegen).

Gesagt – getan! Der Videodreh wurde zum absoluten Volksfest. Am vergangenen Donnerstag wurde das Video auf YouTube hochgeladen, inzwischen wurde das Video über 1.000.000 mal angesehen.

“Newsweek” musste reagieren und sich für die “sterbende Stadt” entschuldigen! Die Bürger der Stadt haben einen Sieg auf voller Linie erreicht. Internationale Medien berichten weltweit über diese Stadt. Die Tourismusverantwortlichen in Grand Rapids reiben sich bereits die Hände.

Eine “Social-Media-Kampagne” die aus einer vermeintlich negativen Schlagzeile einen wahren Hype ausgelöst hat.

Mit guten Ideen, kreativen Köpfen und begeisterten Menschen kann man heute über “Soziale Medien” wahre (Verkaufs-)Erfolge erzielen.

Post to Twitter Tweet This Post

Der Supermarkt der Verführung

Sonntag, 14. November 2010

Die österreichische Zeitschrift trend zeigt in ihrer neuesten Ausgabe, warum Konsumenten zwischen den Regalen schwach werden und bei jedem Einkauf im Supermarkt mehr einsacken, als sie eigentlich wollen. Hier die interessanten Details:

  1. Die langsam drehende Eingangstür bremst die Alltagshektik, um in Kauflaune zu kommen.
  2. Ein attraktiver Frischebereich zu Beginn des Marktes beruhigt ebenso und verhindert ein “Durchhetzen”.
  3. Die bevorzugte rechte Gangseite ist für Impulsware und damit für den spontanen Kauf reserviert.
  4. Rotes Licht in der Wurstvitrine macht Fleisch appetitlicher.
  5. Teure Produkte werden bewusst zwischen billigen platziert.
  6. Speziell geformte Einkaufswagen, die besonders tief sind, verführen zum Befüllen.
  7. In Augenhöhe (“Greifzone”) stehen die teuren Produkte der jeweiligen Produktgruppe, die billigen sind in der “Bückzone” platziert.
  8. Präsentationskörbe bremsen Schnelleinkäufer.
  9. Einzeln ausgestellte Ware signalisiert Premium und Exklusivität.
  10. Im Backshop verführt der Geruchssinn zum Kauf.
  11. Der stärkste Kaufanreiz ist ein Rabatt-Schild, ergänzt um einen grafischen Smiley-Zusatz.
  12. Viele gleiche Produkte an einer Stelle signalisieren ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis.
  13. Die Hintergrundmusik wird auf die jeweilige Zielgruppe und der jeweiligen Tageszeit abgestimmt.
  14. Hoche Regalschluchten verschrecken, niedrige Regale bieten hingegen Überblick und Orientierung.
  15. Ein Wühltisch signalisiert Billigware und stimuliert die haptischen Sinne zur Auslösung von Kaufimpulsen.
  16. Große Fenster (im Idealfall bis zum Boden) stimmen großzügig und sind vertrauenserweckend.
  17. In der Wartezone vor der Kassa steht die Impulsware.

Post to Twitter Tweet This Post

Mit Empathie zu mehr Verkaufserfolg (Gastkommentar)

Mittwoch, 25. August 2010

Heute möchten wir Ihnen wieder einmal einen Gastkommentar präsentieren. Mirko Prusac, Buchautor und Experte für Verkaufstraining, zeigt einmal mehr, warum Empathie im Verkauf ein wesentlicher Faktor für den Erfolg darstellt. Sein neuestes Hörbuch “Der schnelle und sichere Weg zu mehr Verkaufserfolg” finden Sie hier: >> Hörbuch


Viel Spaß beim Lesen und umsetzen wünscht Euch
„Mirko Prusac“

Hüten Sie sich vor dem „das-kenne-ich-schon-und-das-ist-doch-sowieso-ein-alter-Hut“-Syndrom!

Machen Sie sich jeden Tag auf die Suche nach einer guten Ideen, denn jeden Tag eine gute Idee, das sind 365 gute Ideen im Jahr!

Ich schreibe und spreche sehr viel über Marketing und Verkaufen. Bekanntermaßen ist Verkaufen das älteste Gewerbe der Welt. Sicherlich, es gibt den einen oder anderen Leser der jetzt anmerkt, dass ein anderes Gewerbe das älteste der Welt sei, aber auch dieses Gewerbe ist nur eine Unterkategorie des Verkaufens. Mit anderen Worten: Im Grunde genommen ist alles, was heutzutage zum Thema Verkaufen und Marketing geschrieben wird uralt.
Insgesamt halte ich es ganz nach einem Zitat von Jim Rohn:

„Hüte Dich vor demjenigen, der Dir fundamentales, neues Wissen verkaufen will.
Das wäre fast so, als wenn jemand Antiquitäten herstellen würde.“


Ich denke, diese Botschaft ist klar.
Kommen wir zum nächsten (weiterlesen…)

Post to Twitter Tweet This Post

Der Kunde zuerst …

Sonntag, 28. Februar 2010

Zum Wochenstart:

Ein Beispiel für eine nicht ganz ernst zu nehmende Verkäuferschulung. Verkäufertraining und Verkäuferentwicklung “etwas” anders! Ich hoffe Sie machen es besser ….

.

gefunden bei Anne M.Schüller

Post to Twitter Tweet This Post

Kostenfreie “Gedächtnis-Vorträge” für unsere Leser

Donnerstag, 18. Februar 2010

Gegen die Flut an Daten, Fakten, Zahlen, Namen, Gesichtern und Terminen gibt es ein bewährtes Mittel: gezieltes Gedächtnistraining. Das garantiert Ihnen mehr Zeit, ein sicheres Auftreten und damit mehr Erfolg im Beruf und privat.

Das Gedächtnis ist die Schatzkammer unseres seins!

Einer unserer 1074 Mitglieder unserer XING – Gruppe bietet heute ein ganz besonderes Zuckerl für die Leser unseres Blogs in Deutschland an: Einen kostenlosen “Gedächtnis-Abendvortrag” mit dem Gedächtnis-Trainer Gregor Staub, in vielen deutschen Städten.

Als leidenschaftlicher Kommunikator und erfahrener Lernstratege bietet der Schweizer Gedächtnistrainer Gregor Staub auf hohem Niveau und mit Tiefsinn Infotainment der besonderen Art.

Nähere Informationen, mit den Orten und allen aktuellen Terminen finden Sie auf der Seite von semigator.de.

Post to Twitter Tweet This Post

100 gute Gründe warum wir kaufen

Dienstag, 16. Februar 2010

Conceptual image - dream of own house

Menschen kaufen, weil ihr jeweiliges limbische System (ihre Emotion) auf der Suche ist nach guten Gefühlen. Jede Kaufentscheidung, auch wenn sie noch so rational erscheint, wird von unserem emotionalem System gesteuert. Für einen Verkäufer ist es eine der wichtigsten Eigenschaften, herauszufinden, welche Bedürfnisse der Kunde hat, bzw. welche Emotionen ihn antreiben.

Michael Krause hat auf seinem Blog 100 Gründe aufgelistet, warum ein Kunde kauft. Burkhard Schneider hat daraus, auf seinem Blog ein “Best of” seiner  20 Gründe veröffentlicht.

Ich möchte mich anschließen und meine persönlichen Top 13 Gründe warum Kunden kaufen, aufzeigen:

  1. um glücklich zu sein
  2. um sich wichtig zu fühlen
  3. um sich Fantasien zu erfüllen
  4. um das EGO zu befriedigen
  5. um Zeit zu sparen
  6. um sexuelles Verlangen zu befriedigen
  7. um es bequemer zu haben
  8. um Trost zu finden
  9. um erfolgreicher zu werden
  10. um gesund zu bleiben
  11. um die Neugierde zu befriedigen
  12. um schöner zu sein
  13. um anderen zu gefallen (zu imponieren)

Wie sieht es mit Ihrer “Topliste” aus? Freue mich über Ihre Vorschläge und Ergänzungen. Vielleicht gibt es bald eine Liste mit 1000 Gründen!

Post to Twitter Tweet This Post