die wirtschaftskrise beschert den fast-food ketten in amerika enorme zuwächse. man könnte meine, da ist werbung nicht notwendig. der folgende spot für eine fast-food-kette macht aber richtig lust auf den burger.
Mit ‘Wirtschaftskrise’ getaggte Artikel
sex sells
Sonntag, 19. April 2009gewinner in der krise
Sonntag, 15. März 2009es gibt sie: die unternehmen, die in zeiten von rezession, kurzarbeit und rettungspaketen erfolge erwarten. 10 erfolgsmeldungen aus der wirtschaft, ohne anspruch auf vollständigkeit. gelesen bei rp-online.de:
- das geschäft der billiganbieter boomt. aldi und lidl investieren in den usa und in großbritannien.
- playmobil: bei kindern wird als letztes gespart. playmobil feiert neue umsatzrekorde.
- siemens wird als führender anbieter von infrastrukturlösungen, von den konjunkturpaketen der bundesregierung am meisten profitieren.
- europas größter schuhhändler deichmann wird mit preisgünstigen schuhen auch in der krise weiter wachsen.
- H&M wird im laufenden jahr bis zu 7000 neue jobs schaffen. der gewinn im letzten jahr war gewaltig.
- haribo: verbraucher gönnen sich zum trost gerade in der krise noch mehr süßes.
- die brauereien. besonders spezialbrauereien profitieren in krisenzeiten.
- xing. in zeiten von arbeitslosigkeit und krise rücken die menschen zusammen – auch um kontakte für die zukunft zu knüpfen. soziale netzwerke im internet profitieren davon.
- verbraucher werden vermehrt zuhause bleiben, profitieren wird die möbelindustrie, ganz besonders ikea.
- auch bestimmte dienstleistungen haben konjunktur. dazu zählen auch die unternehmensberater.
naja, das sind ja auch für uns ganz gute aussichten.
coupons gegen wirtschaftskrise
Samstag, 07. Februar 2009angesichts der wirtschaftskrise haben gutschein-coupons in den USA hochkonjunktur. neuen von zehn konsumenten schneiden einer studie des marketingverbands PMA zufolge gutscheine aus zeitungen aus oder suchen gezielt nach ihnen im internet.
mehr als 60 Prozent der US-bürger werten ihre post akribisch aus, um keinen coupon oder gar ein gutscheinheft versehentlich wegzuwerfen, wie eine untersuchung der gesellschaft pitney bowes zeigt, die auf postwurfsendungen spezialisiert ist. laut PMA sparen die US-haushalte so jährlich 2,6 milliarden dollar (rund zwei mrd. euro).
“die verbraucher lieben coupons”, sagte PMA-chef charles brown. sie seien eine “sehr gute art”, geld zu sparen, beim einkauf auf den geldbeutel zu achten und neue produkte auszuprobieren. der untersuchung des marketingsverbands zufolge können diejenigen, die 20 minuten pro woche für die suche nach gutscheinmarken aufwenden, jährlich bis zu 1.000 dollar sparen.
bin gespannt, wann dieser trend zu uns kommt.
gelesen auf orf.at
die 8 größten fehler in der krise
Dienstag, 03. Februar 2009viele chefs, ganz besonders die typischen patriarchen, sitzen sehr oft irrtümern in der mitarbeiterführung, auf. in zeiten wie diesen ein ganz besonders schwerer fehler. jüngste neurobiologische erkenntnisse erklären oft bestaunte “phänomene”:
- fehler: den mitarbeitern nach kräften misstrauen. menschen haben zwei grundbedürfnisse: verbundenheit und wachstum. vertrauen ist dabei die zentrale ressource – nicht als gegengeschäft, sondern als vorleistung
- fehler: das feedback reduzieren auf “nichts gesagt ist genug gelobt”. abwertung ist gift für das gehirn und zwingt in den rückzug. in der krise fatal.
- fehler: die mitarbeiter um ihr “leiberl” rennen lassen und drohszenarien aufbauen. gefährlicher irrtum: denn drohen blockiert das gehirn
- fehler: zuhören als reine zeitverschwendung betrachten. gerade die krise braucht aber eine kultur des zuhörens.
- fehler: außenperspektiven ausblenden. das gehirn ist ausschließlich durch erfahrungen geprägt. es braucht deshalb außenperspektiven.
- fehler: sprunghaftes verhalten an den tag legen und dieses mit der krise rechtfertigen. glaubwürdigkeit braucht berechenbarkeit. das gehirn merkt sofort, was authentisch ist und was nicht.
- fehler: den militärischen führungsstil hervorholen, denn es herrscht ja “krieg”. falsch – das bauprinzip des gehirns lautet auf “kooperation”.
- fehler: sachlich bleiben. NEIN – das gehirn “denkt” in emotionen.
lesetipp: gerald hüther “bedienungsanleitung für ein menschliches gehirn” gelesen in der zeitung “der standard“
new york investiert ins marketing
Sonntag, 25. Januar 2009wir haben schon oft über die lethargie vieler unternehmen in der krise geschrieben. angesichts der angespannten wirtschaftssituation werden dabei die marketingbudgets gekürzt.
im schwerdt-blog habe ich über die neuesten marketing-aktivitäten der stadt new york gelesen. der bürgermeister von new york city macht es ganz anders als der mainstream in der krise. bloomberg, als gewiefter business man will künftig noch mehr besucher in den big apple bringen und ist dafür bereit auch viel geld zu investieren.
“Früher reichte es, wenn wir einfach nur sagten: ‘Das ist New York’”, meinte Bloomberg bei einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. “Die Stadt habe sich wie von selber verkauft. Jetzt gäbe es aber viele andere magische Ausflugsziele. Zudem habe die internationale Wirtschaftsmisere dem Big Apple-Tourismus in den letzten Monaten mächtig zugesetzt”, so bloomberg.
bloomberg hat vorkurzem ein völlig neues besucherzentrum, ausgestattet mit allen technischen schikanen, in manhatten eröffnet. den besuchern ist es dabei möglich an berührungsempfindlichen kiosken, ausgestattet mit google, die besten und kürzesten wege zu interessanten orten zu finden. wer will kann sich einen detaillierten ablaufplan für den new york aufenthalt zusammenstellen und auf seinen organizer abspeichern.
auch die neue tourismus website nycgo.com bietet alles wissenswerte, inklusive sonderaktion, events und discount-preise für theater und ausstellungen.
ich bin überzeugt, kluges marketing in der krise rechnet sich.
vertriebsleiter auf zeit
Dienstag, 20. Januar 2009die zeiten werden härter. die unternehmen immer einfallsloser!
es vergeht kein tag, an dem man nicht über negative schlagzeilen, national genauso wie international, lesen kann (muss).
- kurzarbeit jetzt auch bei vw
- KLM – air france rutscht in die verlustzone
- aus für saab produktion in graz
- österreichische banken haften für 20 % aller ostkredite. das risiko für ausfälle steigt.
- …
die meisten unternehmen sehen derzeit in der freisetzung von personal, die einzige rettung. managerposten werden eingespart, funktionen zusammengelegt und dringend notwendige offensiv-maßnahmen nicht durchgeführt. “blutauffrischungen”, durch neue mitarbeiter ist überhaupt kein thema. ”freeze” ist das neue schlagwort! alles eingefroren! oft hat man das gefühl, in einigen unternehmen steht überhaupt die zeit still oder anders ausgedrückt, die maus fürchtet sich vor der schlange, obwohl sie bei den meisten unternehmen (noch) nicht sichtbar ist. ganz die schlauen unternehmen, machen jetzt genau das gegenteil vom mainstream economics. sie investieren in den vertrieb, sie erhöhen das marketingbudget, sie optimieren ihre prozesse, sie versuchen die schwächen bzw. tatenlosigkeit ihrer mitbewerber gezielt auszunutzen, sie motivieren ihre mitarbeiter, sie …. manche holen sich gerade jetzt interimsmanger und vertriebsleiter auf zeit ins unternehmen. die vorteile liegen auf der hand:
- wenig risiko
- “blutauffrischung” fürs unternehmen
- geringe fixkosten
- neue ideen
- querdenkerische ansätze (vielfältige branchensicht)
- hohe motivation
- …
es gibt möglichkeiten der krise zu entkommen oder noch besser ihr gar nicht zu begegnen. auch in branchen, wo es vermeintlich keinen ausweg gibt. ein wenig kreativität und mut sind natürlich schon erforderlich.
übrigens: es ist auch keine schande sich zu diesem zwecke an spezialisten zu wenden!
kostprobe
Mittwoch, 14. Januar 2009auch durch den letzten beitrag animiert will ich hier ein erlebnisbericht schreiben. ich sitze gerade in einem wiener starbucks café. es ist ein stinknormaler wochentag, draußen schneit´s gerade leicht, keine besondere freuquenz, keine besondere aktivitäten rund herum. amerikanische kaffeekette mit anonymen mitarbeiterinnen, die sich wechseln wie bälle in einem champions league spiel. routine, langeweile, alltag, man könnte fast auf gedanken über die krise kommen.
plötzlich sehe ich eine kellnerin mit einem tablett voll mit winzig kleinen roten pappbechern auf den gang hinausgehen. “vanilla winter shots” heissen die kleinen dinge, und offenbar schmecken sie auch, denn sie gehen weg wie die warmen semmeln. die leute bleiben stehen und plaudern. einige von ihnen gehen gleich ins lokal und bestelle sich einen großen becher.
aber darum geht es auch gar nicht. DIE TRISTESSE IST WEG! plötzlich ist aktivität da, freude, vitalität, freundlichkeit. es tut sich was. und dass daraus auch umsatz wächst ist allen klar, zumindest uns die diesen blog lesen und schreiben. für mich ist jedoch wichtig darauf hinzuweisen: die freude kommt nicht vom umsatz! die hat erst den umsatz möglich gemacht. freude und begeisterung waren die triebfeder fürs TUN und nicht jammernd sitzenbleiben. nebenbei haben sich alle beteiligten viel wohler gefühlt…..ach, wie einfach es gehen kann…..


